Das Ausräumen eines Dachbodens fühlt sich oft wie eine Schatzsuche an. Zwischen vergessenen Kisten und verstaubten Möbeln stößt man manchmal auf Gegenstände, die zugleich faszinierend und rätselhaft sind. Kürzlich wurde bei einer solchen Aufräumaktion ein besonders merkwürdiges Objekt entdeckt: ein schwerer Metallsockel, der mit scharfen Spitzen bedeckt ist. Er war verrostet und wirkte auf den ersten Blick gefährlich, was sofort Fragen nach seiner Herkunft und seinem Zweck aufwarf.
Obwohl das Objekt zunächst wie ein Relikt aus einer mittelalterlichen Waffenkammer oder ein Teil einer alten Maschine erscheinen mag, gibt es eine wesentlich wahrscheinlichere Erklärung. Bei diesem rostigen Metallteil mit den vielen Spitzen handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen historischen Blumenigel (englisch: Flower Frog) – ein Hilfsmittel, das früher in der Floristik weit verbreitet war.
1. Ist dieser Gegenstand gefährlich?
Die erste Sorge bei jedem scharfen, verrosteten Metallobjekt ist die Verletzungsgefahr. Die Spitzen sind meist zwischen 1 und 2,5 cm hoch und können durchaus Stichverletzungen verursachen. Deshalb sollte der Gegenstand vorsichtig behandelt werden – am besten mit dicken Handschuhen und außerhalb der Reichweite von Kindern oder Haustieren aufbewahrt werden.
Gefährlich ist vor allem ein unsachgemäßer Umgang. Wer mit dem Objekt arbeitet, sollte sicherstellen, dass der Tetanusschutz aktuell ist.
2. Die wahrscheinlichste Erklärung: Ein historischer Blumenigel
Trotz seines bedrohlichen Aussehens handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Blumenigel. Dieses Werkzeug wurde verwendet, um Blumenstiele in Vasen zu fixieren und kunstvolle Blumenarrangements zu gestalten.
Blumenigel waren besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beliebt, bevor Steckschaum weit verbreitet wurde. Die Metallbasis trägt zahlreiche Spitzen, auf die die Blumenstiele aufgesteckt werden, damit sie sicher an ihrem Platz bleiben.
3. Wie Blumenigel verwendet wurden
Blumenigel ermöglichten Floristen und Hobbygärtnern eine präzise Platzierung einzelner Blumenstiele. Die Spitzen hielten die Stiele fest und sorgten dafür, dass auch aufwendige Arrangements ihre Form behielten.
Dadurch konnten komplexe und stabile Blumengestecke gestaltet werden, die über längere Zeit hinweg ansprechend aussahen.
4. Hinweise, die auf einen Blumenigel hindeuten
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