Die dunkle, dünne Linie auf dem Rücken einer Garnele wird oft als „Ader“ bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch nicht um eine Ader. Und ob man sie entfernen sollte, hängt von mehr ab als nur von der Optik.
Hier erfährst du, worum es sich wirklich handelt.
Was ist die sogenannte „Ader“?
In Wirklichkeit ist es der Verdauungstrakt, also der Darm der Garnele.
Die dunkle Färbung entsteht durch unverdaute Nahrungsreste oder Ausscheidungen, meist Algen oder Plankton.
An der Unterseite der Garnele befindet sich außerdem eine weiße Linie. Dabei handelt es sich um den Bauchnervenstrang und nicht um ein Blutgefäß.
Interessante Tatsache: Garnelen besitzen ein offenes Kreislaufsystem. Ihre Körperflüssigkeit (Hämolymphe) fließt nicht durch Venen wie beim Menschen. Deshalb gibt es bei Garnelen eigentlich gar keine echte „Ader“.
Sollte man den Darm entfernen?
Ja – wenn …
- die Garnele groß ist (etwa Größe 26/30 oder größer), da der Darm deutlicher sichtbar ist und eine leicht sandige oder bittere Note haben kann.
- die Garnelen geschält und aufgeschnitten serviert werden, beispielsweise für Scampi oder Salate. Hier spielt das Aussehen eine größere Rolle.
- du empfindlich auf Konsistenz oder Geschmack reagierst. Manche Menschen nehmen einen leicht erdigen oder „schlammigen“ Beigeschmack wahr.
Nein – wenn …
- die Garnelen sehr klein sind. Der Darm ist dann kaum sichtbar und völlig unbedenklich.
- sie mit Schale gegart werden, etwa beim Grillen oder Kochen. Die Schale wird ohnehin meist erst beim Essen entfernt.
- du einen Fond oder eine Brühe zubereitest. Der Darm beeinflusst den Geschmack kaum und wird später ohnehin herausgefiltert.
Hinweis zur Lebensmittelsicherheit
Der Verdauungstrakt einer Garnele ist nicht giftig und stellt nach dem Garen kein Gesundheitsrisiko dar. Das Entfernen dient vor allem einer besseren Konsistenz und einer ansprechenderen Präsentation – nicht der Lebensmittelsicherheit.
So entfernst du den Darm ganz einfach
Die vollständige Kochanleitung finden Sie auf der nächsten Seite oder durch Klicken auf die Schaltfläche „Öffnen“ (>). Vergessen Sie nicht, den Beitrag mit Ihren Freunden auf Facebook zu teilen.
