Ich habe diesen seltsamen, flauschigen Zapfen unter einem Baum gefunden, aus dem leuchtend rote „Beeren“ herausragen. Er sieht aus wie eine Handgranate oder etwas Außerirdisches. Weiß jemand, was das ist?

 

Bei den roten „Beeren“ handelt es sich eigentlich nicht um Beeren, sondern um Samen, die von einer fleischigen roten Samenhülle (Arillus) umgeben sind.

Die kräftige rote Farbe ist eine evolutionäre Anpassung, die Vögel und andere Tiere anlockt. Die Hüllen sind nährstoffreich und dienen als attraktive Nahrungsquelle. Tiere fressen sie und tragen dadurch unbeabsichtigt zur Verbreitung der Samen bei.

4. Beliebte Magnolienarten mit solchen Samenständen

Mehrere Magnolienarten bilden diese auffälligen Fruchtstände.

Zu den bekanntesten gehört die Magnolia grandiflora, die im Südosten der USA heimisch ist. Sie zeichnet sich durch große weiße, stark duftende Blüten und immergrünes Laub aus.

Weitere Arten sind die Magnolia virginiana, die häufig in Feuchtgebieten vorkommt, sowie die Magnolia acuminata, deren unreife Fruchtstände kleinen Gurken ähneln.

5. Wann und warum erscheinen Magnolien-Samenstände?

Die Samenstände entwickeln sich nach dem Ende der Blütezeit. Bei den meisten Arten geschieht dies im späten Frühjahr oder Frühsommer.

Während des Sommers reifen die Fruchtstände heran und öffnen sich im Herbst. Dieser Zeitpunkt fällt mit der Aktivität vieler samenverbreitender Tiere zusammen und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Ausbreitung.

Ihr Auftreten ist zudem ein Zeichen dafür, dass die Bestäubung erfolgreich war und sich der Baum gesund fortpflanzen konnte.

6. Sind Magnolien-Samenstände oder Samen giftig?

 

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