Warum gekochter Reis heikel ist
Der Grund heißt Bacillus cereus – ein Bakterium, das in getrocknetem Reis in Form widerstandsfähiger Sporen vorkommt. Das Tückische: Diese Sporen überstehen den Kochvorgang. Bleibt der Reis anschließend zu lange bei Zimmertemperatur stehen, können sich die Bakterien vermehren und Giftstoffe bilden. Diese Stoffe sind hitzestabil und lassen sich durch erneutes Erhitzen nicht zuverlässig zerstören. Die Folge können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein.
Schnell abkühlen ist entscheidend
Der wichtigste Grundsatz lautet: Lassen Sie gekochten Reis nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen. Kühlen Sie ihn nach dem Kochen möglichst rasch ab – idealerweise innerhalb von ein bis zwei Stunden. Verteilen Sie den Reis dazu auf einer flachen Schale oder einem Blech, damit die Wärme schneller entweichen kann. Sobald der Reis abgekühlt ist, gehört er umgehend in einem verschlossenen Behälter in den Kühlschrank.
Richtig lagern und aufwärmen
Beachten Sie beim Aufbewahren folgende Regeln:
Beachten Sie beim Aufbewahren folgende Regeln:
- lagern: Im Kühlschrank hält sich gekochter Reis in einem gut verschlossenen Behälter etwa ein bis maximal zwei Tage.
- Nur einmal aufwärmen: Erhitzen Sie den Reis beim Aufwärmen richtig heiß und immer nur ein einziges Mal. Mehrfaches Aufwärmen erhöht das Risiko.
- Einfrieren als Alternative: Wer den Reis länger aufbewahren möchte, friert ihn portionsweise ein. So bleibt er länger haltbar und lässt sich bei Bedarf schnell verwenden.
Im Zweifel lieber wegwerfen
Vertrauen Sie im Zweifel Ihrem gesunden Menschenverstand: Reis, der einen unangenehmen Geruch hat, schmierig wirkt oder schon länger als zwei Tage im Kühlschrank steht, sollte nicht mehr gegessen werden. Auch Reis, der über Nacht bei Zimmertemperatur stand, gehört in den Müll.
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