Vitamin-E-Öl ergänzen
Zusätzlich wird 1 TL Vitamin-E-Öl verwendet. Dies wird erst unterrührt, wenn das Leinsamengel die Raumtemperatur erreicht hat.
Die Mischung sollte anschließend gründlich verrührt werden, bis sie möglichst glatt und homogen erscheint und sich die verschiedenen Bestandteile miteinander verbunden haben.
Ätherische Öle sind optional
Im Originalrezept werden zusätzlich 2–3 Tropfen eines ätherischen Öls vorgeschlagen. Genannt werden Lavendel und Teebaumöl.
Dieser Bestandteil ist ausdrücklich optional. Ätherische Öle können empfindliche Haut reizen und sind nicht erforderlich, damit die Grundmischung aus Leinsamengel, Aloe Vera und Vitamin-E-Öl hergestellt werden kann.
Wer empfindliche oder reaktive Haut hat, sollte bei zusätzlichen Duft- und ätherischen Ölen besonders vorsichtig sein.
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Zutaten für das Leinsamen-Aloe-Gel
- 60 g Bio-Leinsamen
- 50 cl gefiltertes Wasser
- 3 EL Aloe-Vera-Fruchtfleisch, frisch oder als Gel
- 1 TL Vitamin-E-Öl
- optional: 2–3 Tropfen ätherisches Öl
Schritt 1: Leinsamen erhitzen
Die 60 g Leinsamen zusammen mit 50 cl gefiltertem Wasser in einen kleinen Topf geben.
Die Mischung zum Köcheln bringen. Sobald sie gekocht werden, die Hitze reduzieren und die Leinsamen 10–15 Minuten garen. Währenddessen gelegentlich umrühren.
Mit zunehmender Kochzeit verändert sich die Konsistenz. Die Flüssigkeit wird gelartiger und entwickelt die für dieses Rezept gewünschte Beschaffenheit.
Schritt 2: Das Gel herausfiltern
Sobald die gewünschte gelartige Konsistenz erreicht ist, nehmen Sie den Topf vom Herd. Die Mischung zunächst etwas abkühlen lassen.
Anschließend vorsichtig durch ein Mulltuch oder ein sehr feines Sieb filtern. Ziel ist es, die Leinsamen zurückzuhalten und das entstandene Gel aufzufangen.
Das Gel anschließend weiter abkühlen lassen, bis es Raumtemperatur erreicht hat.
Schritt 3: Aloe Vera und Vitamin E hinzufügen
Erst wenn das Leinsamengel auf Raumtemperatur abgekühlt ist, 3 EL Aloe-Vera-Fruchtfleisch bzw. Aloe-Vera-Gel und 1 TL Vitamin-E-Öl hinzufügen.
Die Bestandteile werden gründlich miteinander vermischt, bis eine möglichst gleichmäßige und homogene Konsistenz entsteht.
Das fertige Produkt sollte weiterhin den charakteristischen Gel-Charakter besitzen und sich leicht in einer kleinen Menge auf der Haut verteilen lassen.
Schritt 4: Optional ätherisches Öl verwenden
Wer die im Originalrezept vorgeschlagene Variante ausprobiert, kann 2–3 Tropfen eines ätherischen Öls ergänzen.
Da ätherische Öle hochkonzentriert sind und nicht von jeder Haut in den Darm übertragen werden, ist es nicht mehr automatisch besser. Bei empfindlicher Haut kann es sinnvoll sein, diesen optionalen Schritt vollständig wegzulassen.
Schritt 5: Das Gel abfüllen
Das fertige Gel wird laut ursprünglicher Anleitung in einem sterilisierten Glasgefäß mit Deckel gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt.
Der Ausgangstext nennt eine Haltbarkeit von 10 bis 15 Tagen. Bei selbst hergestellter wasserhaltiger Kosmetik ohne geprüftes Konservierungssystem lässt sich eine solche Haltbarkeit jedoch nicht zuverlässig allein aus dem Rezept garantieren.
Daher sollte besonders auf Veränderungen von Geruch, Farbe oder Konsistenz geachtet und eine auffällig veränderte Zubereitung nicht weiterverwendet werden.
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So wird das Gel verwendet
Das Rezept ist als Bestandteil einer abendlichen Hautpflege gedacht. Dafür zunächst die Haut reinigen und trocknen.
Anschließend eine kleine Menge des Gels auftragen und sanft in kreisenden Bewegungen verteilen. Eine große Menge ist nicht erforderlich – das Gel sollte lediglich gleichmäßig auf der gewünschten Hautpartie verteilt werden.
Im ursprünglichen Artikel wird beschrieben, dass die leichte Mischung schnell einzieht und ein weiches Hautgefühl hinterlässt. Wie sich das Gel tatsächlich auf der Haut anfühlt, kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein.
Auch für Ellbogen und Knie
Neben dem Gesicht nennt die Vorlage auch raue Hautpartien wie Ellbogen und Knie als mögliche Anwendungsbereiche.
Gerade bei einem neuen selbstgemachten Pflegeprodukt ist es sinnvoll, zunächst nur eine kleine Hautstelle auszuprobieren und zu beobachten, wie die Haut auf die Mischung reagiert.
Vorsicht bei gereizter Haut
Auch natürliche Inhaltsstoffe können unerwünschte Hautreaktionen hervorrufen. Treten nach dem Auftragen beispielsweise Brennen, deutliche Rötungen, Juckreiz oder andere Beschwerden auf, sollte das Produkt abgewaschen und nicht weiterverwendet werden.
Besondere Zurückhaltung ist bei den optionalen ätherischen Ölen angebracht. Sie sind für die Herstellung des Leinsamen-Aloe-Gels nicht notwendig und können bei empfindlicher Haut zusätzliche Reizungen verursachen.
Was das Gel nicht versprechen kann
Das selbstgemachte Gel sollte nicht als Mittel betrachtet werden, das Falten zuverlässig verschwinden lässt oder die Haut dauerhaft „verjüngt“. Ebenso ist die Bezeichnung der Leinsamenschleimstoffe als „pflanzliches Kollagen“ irreführend.
Das Rezept lässt sich wesentlich realistischer als einfache kosmetische Pflege einordnen: Leinsamen liefern die gelartige Grundlage, Aloe Vera ergänzt die Mischung und Vitamin-E-Öl wird als weitere Pflegekomponente hinzugefügt.
Die Zubereitung auf einen Blick
- 60 g Leinsamen mit 50 cl gefiltertem Wasser in einen kleinen Topf geben.
- Zum Köcheln bringen und anschließend bei reduzierter Hitze 10–15 Minuten unter gelegentlichem Rühren garen.
- Von der Herde nehmen und etwas abkühlen lassen.
- Durch ein Mulltuch oder ein sehr feines Sieb filtern und das Gel auffangen.
- Das Gel vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
- 3 EL Aloe-Vera-Fruchtfleisch bzw. Gel und 1 TL Vitamin-E-Öl hinzufügen.
- Alles gründlich zu einer homogenen Mischung verrühren.
- Optional 2–3 Tropfen ätherisches Öl hinzufügen, sofern es gut vertragen wird.
- In einem sauberen, sterilisierten Glasgefäß mit Deckel füllen und gekühlt aufbewahren.
Fazit
Das selbstgemachte Leinsamen-Aloe-Gel ist eine unkomplizierte Möglichkeit, aus wenigen Zutaten eine gelartige Hautpflege herzustellen. Besonders interessant ist dabei die natürliche Gelbildung der Leinsamen, die dem Produkt seine charakteristische Konsistenz verleiht.
Aloe Vera und Vitamin-E-Öl ergänzen die Mischung, während ätherische Öle lediglich eine optionale Zugabe darstellen. Wer zusätzliche empfindliche Haut hat, kann auf diesen Bestandteil verzichten.
Von Begriffen wie „Wunderkur“, „pflanzliches Kollagen“ oder garantierter Faltenreduzierung sollte man sich allerdings nicht zu weitreichenden Erwartungen verleiten lassen. Als selbstgemachtes Pflegegel kann die Mischung ausprobiert werden – entscheidend bleibt, wie die eigene Haut darauf reagiert.
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