Die Technik hinter dem Gerät war erstaunlich einfach und gleichzeitig äußerst effektiv.
Im Inneren befanden sich gehärtete Stahlstempel. Durch das Herunterdrücken des Hebels wurden diese Stempel mit großer Kraft durch das Papier gedrückt.
Dabei entstanden sauber ausgestanzte Löcher, die exakt auf die Ringmechanik von Ordnern abgestimmt waren.
Die kleinen ausgestanzten Papierkreise wurden in einem Auffangbehälter gesammelt.
Viele Menschen erinnern sich noch daran, diesen Behälter regelmäßig zu leeren. Oft fanden sich darin Hunderte kleiner Papierkonfetti, die sich im Laufe der Arbeit angesammelt hatten.
Die robuste Bauweise früherer Modelle
Ältere Locher unterschieden sich deutlich von vielen modernen Varianten.
Sie bestanden häufig aus:
- massivem Stahl,
- Gusseisen,
- schweren Metalllegierungen,
- Holzsockeln,
- langlebigen Federsystemen.
Diese Geräte waren oft mehrere Kilogramm schwer und konnten problemlos jahrzehntelang genutzt werden.
Während moderne Locher häufig aus Kunststoffteilen gefertigt werden, waren die historischen Modelle für den täglichen Dauereinsatz ausgelegt.
Viele Exemplare aus den 1950er-, 1960er- oder sogar 1930er-Jahren funktionieren noch heute einwandfrei.
Die Geschichte des Lochers
Die Entwicklung des Lochers begann im 19. Jahrhundert, als Verwaltungen und Unternehmen immer größere Mengen an Dokumenten verarbeiten mussten.
Mit dem Wachstum von:
- Industrie,
- Handel,
- Banken,
- Versicherungen,
- staatlichen Behörden
stieg auch der Bedarf an effizienten Archivierungssystemen.
Erfinder und Ingenieure entwickelten daher verschiedene Vorrichtungen zum Lochen von Papier.
Die ersten Patente für Papierlocher wurden Ende des 19. Jahrhunderts angemeldet.
Besonders in Deutschland spielte die Entwicklung dieser Bürogeräte eine wichtige Rolle. Zahlreiche Verbesserungen führten schließlich zu den Lochern, wie wir sie heute kennen.
Der Locher als Symbol des Büroalltags
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