Auch geschmacklich ist die Kombination interessant. Die Blaubeeren bringen eine milde Fruchtigkeit mit, während der Hibiskus für eine säuerliche, erfrischende Note sorgt. Der Rotkohl bleibt geschmacklich eher im Hintergrund, verleiht dem Getränk aber seine intensive Grundfarbe.
Zutaten
Für mehrere Gläser benötigen Sie:
1/2 Kopf Rotkohl, grob gehackt
1 Tasse frische oder tiefgekühlte Blaubeeren
2 EL getrocknete Hibiskusblüten
4–5 Tassen Wasser
1/2 Tasse frisch gepressten Zitronensaft
3–4 EL Honig nach Geschmack (alternativ ein anderes Süßungsmittel)
Zum Servieren: Eiswürfel, frische Zitronenscheiben und einige Minzblätter.
Schritt für Schritt zubereiten
1. Rotkohl vorbereiten: Die äußeren Blätter entfernen und den Kohl grob in Stücke schneiden. Besonders fein muss er nicht sein, da die festen Bestandteile später ohnehin abgesiebt werden. Frische Blaubeeren kurz abspülen, tiefgekühlte können direkt verwendet werden.
2. Langsam erhitzen: Rotkohl, Blaubeeren und Hibiskusblüten in einen großen Topf geben und mit vier Tassen Wasser bedecken. Bei Bedarf etwas Wasser ergänzen. Die Mischung langsam zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles 15 bis 20 Minuten leicht köcheln lassen. Schon nach wenigen Minuten färbt sich die Flüssigkeit intensiv dunkelviolett.
3. Abseihen: Ein feines Sieb über eine hitzebeständige Schüssel stellen und die Mischung vorsichtig durchgießen. Die festen Zutaten nicht zu stark ausdrücken, damit möglichst wenig Trübstoffe ins Getränk gelangen.
Der spannende Moment mit der Zitrone
Nun kommt der schönste Teil. Geben Sie den frisch gepressten Zitronensaft langsam zur noch warmen, aber nicht mehr kochenden Flüssigkeit und rühren Sie vorsichtig um. Beobachten Sie dabei die Farbe: Je nach Menge des Zitronensaftes kann sich der Farbton sichtbar verändern, oft von tiefviolett zu einem kräftigeren Rotton. Genau dieser Effekt macht die Zubereitung so unterhaltsam.
Anschließend nach Geschmack süßen. Beginnen Sie mit zwei Esslöffeln Honig und probieren Sie, bevor Sie mehr hinzufügen. Da Hibiskus und Zitrone deutlich sauer sind, rundet etwas Süße den Geschmack angenehm ab.
Warum Rotkohl und Blaubeeren so intensiv färben
Der Grund für die kräftige Farbe sind die bereits erwähnten Anthocyane. Diese natürlichen Pflanzenfarbstoffe stecken in vielen blauen, violetten und roten Früchten und Gemüsen. Das Besondere an ihnen: Sie reagieren auf den Säuregrad ihrer Umgebung. Im neutralen Bereich erscheinen sie eher blau-violett, in saurer Umgebung, etwa durch Zitronensaft, verschieben sie sich in Richtung Rot.
Genau dieses Zusammenspiel macht das Getränk zu einem kleinen Naturexperiment. Lassen Sie es zum Schluss abkühlen, füllen Sie es gekühlt über Eiswürfel in ein hohes Glas und garnieren Sie es mit einer Zitronenscheibe und etwas Minze. So entsteht aus wenigen einfachen Zutaten ein außergewöhnlich schönes Getränk, das an warmen Tagen eine willkommene Alternative zu stark gesüßten Fertiggetränken ist.
