Stellen Sie sich vor, Sie machen einen Spaziergang durch den Wald. Vielleicht sind Sie etwas abseits der Wege unterwegs, suchen nach Pilzen oder genießen einfach die Natur. Plötzlich entdecken Sie etwas Merkwürdiges: Aus dem Waldboden ragen schwarze, knorrige Gebilde, die verblüffend an menschliche Finger erinnern – als würde sich eine Hand ihren Weg aus der Erde bahnen.
Der erste Gedanke? „Oh nein … da liegt doch jemand begraben!“
Keine Sorge – unter der Erde befindet sich kein menschlicher Körper.
Sie haben lediglich einen der außergewöhnlichsten Pilze des Waldes entdeckt: den Totenfinger (Xylaria polymorpha).
Schon der deutsche Name klingt unheimlich, doch sein Aussehen macht ihn noch faszinierender. Viele Menschen erschrecken beim ersten Anblick, bevor die Neugier die Oberhand gewinnt.
Wenn Sie diesem ungewöhnlichen Pilz schon einmal begegnet sind oder einfach die geheimnisvolle Seite der Natur spannend finden, erfahren Sie hier, was hinter diesen rätselhaften „Fingern“ steckt und welche wichtige Aufgabe sie im Wald erfüllen.
Was sind diese unheimlichen Gebilde?
Natürlich handelt es sich um einen Pilz – allerdings nicht um die klassischen Pilze mit rotem Hut und weißen Punkten.
Die schwarzen Gebilde erinnern eher an:
- verkohlte Finger,
- vertrocknete Wurzeln,
- kleine Keulen,
- oder eben an die Finger einer verwesten Hand.
Genau dieser Anblick hat dem Pilz seinen Namen eingebracht.
Steckbrief
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Xylaria polymorpha |
| Deutsche Bezeichnung | Totenfinger |
| Weitere englische Namen | Dead Man's Fingers, Carbon Antlers |
| Aussehen | Schwarze, fingerförmige oder keulenartige Fruchtkörper, meist 3–10 cm hoch |
| Oberfläche | Jung hellgrau bis weißlich, später hart und tiefschwarz |
| Standort | Auf morschen Baumstümpfen, abgestorbenen Wurzeln und vermoderndem Holz |
Die hellen Spitzen junger Exemplare lassen sie sogar wie Fingernägel aussehen – was den gruseligen Eindruck noch verstärkt.
Keine Gefahr für lebende Bäume
Die vollständige Kochanleitung finden Sie auf der nächsten Seite oder durch Klicken auf die Schaltfläche „Öffnen“ (>). Vergessen Sie nicht, den Beitrag mit Ihren Freunden auf Facebook zu teilen.
