Was ist dieser seltsame Pilz, der wie eine Hand aussieht, die aus dem Boden ragt? Die unheimliche Wahrheit über die „Totenfinger“

 

Ganz klar: Nein.

Zwar gilt der Pilz nicht als stark giftig, dennoch ist er völlig ungeeignet als Speisepilz.

Warum nicht?

  • Er ist extrem hart und holzig.
  • Sein Geschmack ist bitter und unangenehm.
  • Er besitzt praktisch keinen Nährwert.
  • Der menschliche Körper kann das faserige Gewebe kaum verdauen.

Mit anderen Worten:

Einen Totenfinger zu kauen wäre ungefähr so angenehm wie auf einem Stück Holzkohle herumzubeißen.

Nicht giftig bedeutet eben nicht automatisch essbar.

Wo findet man Totenfinger?

Der Pilz ist in vielen Regionen Europas, Nordamerikas und Asiens verbreitet.

Besonders häufig wächst er in:

  • Laubwäldern
  • an alten Baumstümpfen
  • auf vergrabenen Baumwurzeln
  • an liegenden Baumstämmen

Am leichtesten lässt er sich im Herbst und Winter entdecken.

Mit Raureif oder Schnee wirken die schwarzen Fruchtkörper oft noch gespenstischer.

Warum dieser Pilz für den Wald so wichtig ist

So unheimlich sein Aussehen auch sein mag – für das Ökosystem spielt der Totenfinger eine äußerst wichtige Rolle.

Seine Aufgaben

Zersetzer

Er baut das besonders widerstandsfähige Holzmaterial (Lignin und Zellulose) langsam ab.

Nährstofflieferant

Dabei gelangen Stickstoff, Phosphor und viele weitere Mineralstoffe wieder in den Boden.

Lebensraum

Während das Holz zersetzt wird, entstehen Hohlräume, die Insekten, Kleinsäugern und anderen Pilzen als Lebensraum dienen.

Kohlenstoffkreislauf

Durch den langsamen Abbau trägt der Pilz dazu bei, wie schnell Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre gelangt.

Ohne solche Pilze würden Wälder nach und nach unter riesigen Mengen abgestorbenen Holzes verschwinden.

Häufig gestellte Fragen

 

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