Warum werden Kartoffeln grün – und kann man sie trotzdem noch essen?

Sie holen eine Kartoffel aus der Speisekammer, um das Abendessen vorzubereiten, und entdecken etwas Merkwürdiges: eine grüne Stelle auf der Schale oder sogar einen grünlichen Farbton direkt unter der Oberfläche.

Der erste Gedanke lautet meist: Ist die Kartoffel noch essbar?

Mit dieser Frage sind Sie nicht allein. Es handelt sich um eines der häufigsten Küchenrätsel überhaupt – und die Antwort ist etwas komplexer als ein einfaches Ja oder Nein.

Werfen wir einen Blick darauf, warum Kartoffeln grün werden, welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind und wie Sie sicher damit umgehen können, ohne unnötig Lebensmittel zu verschwenden.

Warum werden Kartoffeln grün?

Die grüne Farbe stammt von Chlorophyll, demselben Pflanzenfarbstoff, der auch Blätter, Gras und Brokkoli grün macht.

So entsteht die Grünfärbung

Kartoffeln wachsen normalerweise unter der Erde. Werden sie Licht ausgesetzt – sei es Sonnenlicht, künstlichem Licht oder sogar heller Küchenbeleuchtung – beginnen sie Chlorophyll zu produzieren.

Dies ist eine natürliche Reaktion der Pflanze. Die Kartoffel „verdirbt“ dabei nicht, sondern reagiert auf die Lichtquelle und versucht gewissermaßen zu wachsen.

Zunächst verfärbt sich die Schale grün. Bei längerer Lichteinwirkung kann die Grünfärbung jedoch tiefer in das Fruchtfleisch eindringen.

Wichtig: Chlorophyll selbst ist völlig harmlos. Es ist weder giftig noch geschmacklich wahrnehmbar. Die grüne Farbe ist lediglich ein Warnsignal für einen anderen Stoff.

Die eigentliche Gefahr: Solanin

 

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